Konzertbericht in der "Zurzacher Zeitung", 01.02.2006

Unterhaltsamen Jazzabend geboten
 

Wie Jazz-Standards aus den 40er, 50er und 60er Jahren nicht nur Musik und Melodien transportieren, sondern auch Geschichten erzählen, konnten die Besucher von «Jazz in der Waag» am vergangenen Freitag erleben. Erstmals war eine Sängerin zu Gast, die junge und viel versprechende Kristina Tajsic aus Aarau. Ihre Stimme mit dem warmen, dunklen Timbre und sparsamen Vibrato erinnerte an die romantischen Zeitn der Clubs amerikanischer Grossstädte, vor allem Las Vegas, damals ein Zentrum des Jazz-Gesangs mit Grössen wie Ella Fitzgerald oder Frank Sinatra.

Die Sängerin verstand es, diese Standards mit Einfühlungsvermögen und Humor zu interpretieren, wie zum Beispiel Nat King Coles «We save the bones for Henry Jones», die Geschichte von Henry Jones, dem Vegetarier, dem seine Kollegen anlässlich eines Banketts die Kotelett-Knochen aufbewahren.

Mit Christoph Hegi wurde Kristina Tajsic von einem versierten Pianisten mit ebenso liebevollem Verhältnis zu den den Jazz-Standards dieser Zeit begleitet. Christoph Hegi ist in Zurzach kein Unbekannter, seit bald 20 Jahren ist er ab und zu in Zurzach zu hören (Jazz & Pasta, Oskar Klein und der Schülerchor).

Mit Vinzenz Kummer am Bass und John Service an der Posaune, beides gewiefte Profis, gewannen die Songs zusätzlich an Farbe und Vielfalt.


Markus Bur
 

 
 
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